Ein Projekt der Akademie der LernKulturZeit

Lernwelt der Zukunft! –

Analoge und digitale Wege zu einer integralen Lernkultur

29.5. – 2.6.2019

Ein interdisziplinäres und ko-kreatives Symposium. Diesmal zum Jubiläum:  5 Jahre Symposium– fünf! Tage im Lebensgut Pommritz, bei Bautzen

Das war das Symposium 2018:

Bilde Zukunft! –

Innere und äußere Strukturen einer nachhaltigen LernKultur

10. – 13.5.2018

Neues Lernen braucht neue Räume

Wir leben in einer dynamischen, veränderungsstarken und mehrdeutigen Welt. Für die Veränderungsmomente, die wir täglich neu erleben, brauchen Schulen neue Strukturen. Deshalb ist das Hauptthema auf dem Symposium Bildung & Bewusstsein das Bilden unterstützender Strukturen, für neue innere und äußere Lernräume.
Fragen, die uns beschäftigen werden sind: Welche Qualitäten braucht es dafür? Welcher Raum unterstützt das Lernen nachhaltig und wie geht ganzheitliches Arbeiten, wo Form und Inhalt sich ergänzen?
4 Tage haben wir Zeit zum Querdenken und Vernetzen für eine bessere Bildungswelt. Dabei bringen wir die verschiedenen Aspekte der Gestaltung zusammen, von Architektur moderner Schulen bis zur Gestaltung von Beziehungsräumen.
Lernräume positiv zu gestalten, wird eine zentrale Rolle spielen. Die inspirierenden Vorträge und Workshops aus Bildung und Wirtschaft zeigen Wege auf, wie Gesellschaftsgestaltung gelingt. Raum für Austausch, für die eigene Reflexion und für die (Weiter-)Entwicklung eigener Projekte machen das Symposium für jeden individuell und als Netzwerk und Gemeinschaft aus.
Mit dabei sind Impulsgeber, die schon lange kleine Schritte für eine große Veränderung gehen und mit Inspirationen anstecken: z.B. Otto Scharmer, Presencing-Institute, Education 4.0,  Valentin Helling, Alemannenschule Wutöschingen: Wege in das individualisierte Lernen, Prof. Marcelo da Veiga, Gründer und langjähriges Leiter der Alanus Hochschule und Experte für Social Entrepreneurship; Karin Doberer, gestaltet Schulen neu als „Lernlandschaft“; Prof. Dr. Wilfried Schley, Intus hoch drei; Sigrid Schell Straub, EPIZ Reutlingen „The Whole School Approach“; Ernst Gugler, „Sinnreich“-Österreichs innovativstes Green buildung; Bernhard Hanel, KUKUK Freiflug, künstlerisch gestaltet Spiel- und Außenräume; Amir Freimann, The Teachers Path (Israel), Mugove Walter Nyika, Permakultur Institute Malawi, Green schools. Und im Dialog Forum Bernhardt Schwandt, Dipl.- Wi. Ing. , Raum- Wohn- und Energiekonzepte, Ulrike Bernard, GF des soziokulturellen Zentrums Haus Steinstrasse, Leipzig
Mugove Walter Nyika gewährt einen Blick über den Tellerrand zu der Greenschools Bewegung in Afrika. Eine weiteren solchen Blick wirft Amir Freimann auf die Bildungsbewegung in Israel.
Moderiert wird die Veranstaltung von Martin Bruders und Susanne Brian
Das 17. IP-Building Dialog Forum – Building für Bildung – wird am 12. Mai im Rahmen des Symposium stattfinden. Unternehmen und Unternehmer*innen sind eingeladen, sich auf dem Marktplatz zu präsentieren.
Biologisches Essen aus eigener Produktion vor Ort und Angebote für morgendliches Yoga und ein Raum der Stille für Meditation runden das Symposium ab.
Im Sinne der Nachhaltigkeit ist das Symposium eine Bildungsveranstaltung, wo Form und Inhalt sich ergänzen zu einer wirkungsvollen Einheit, und nicht nur Nachhaltigkeit und Bauen für die Zukunft draufsteht, sondern auch drin ist.

 

Programm 2018

Das ganze Programm als PDF zum Download

… inspirierende Vorträge

Lernen in Beziehung neu verstehen

Vortrag Wilfried Schley

Wie gestalten Lehrer*innen Atmosphären? Wie entwickeln sie die Lernlust der Kinder und ihre eigene Freude am pädagogischen Tun?
Entwicklung vollzieht sich in sozialen Räumen. Diese sind geprägt durch Qualitäten der Resonanz und Atmosphäre. Sie bilden die Grundlage für positive Emotionen und konstruktive Lernkontexte. Die professionelle Basis wird durch Vertrauen und Zutrauen gelegt. Gelungene Atmosphären führen zur Aktivierung. Dazu brauchen Lehrer*innen ein Gespür für Bedürfnisse, Anliegen und Motivationen. Nur im Kontakt und der Begegnung mit ihren Schülern gelingen Interaktionen.
Die Komplexität nimmt zu und die Rollen verändern sich. Die Lehrer*innen haben ihre Selbstwirksamkeit zu betrachten und nicht, was die Schüler leisten. Damit stellt sich die Frage nach den zukünftigen Kompetenzen (Future Skills). Kreativität, Phantasie, Begegnung stehen im Vordergrund. Der Vortrag lädt ein, die Rolle der Lehrer*innen neu zu betrachten und zeigt die entscheidenden Kompetenzen auf. Wir nehmen Abschied von inhaltlicher Lenkung und Bewertung und stärken die Impulse der Ermutigung und des Zutrauens. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise.

Bildung im Kontext von Liquid Modernity, VUCA* und Digitalisierung

Vortrag Marcelo da Veiga

Formale Bildung wird unterschwellig immer noch als Anpassung an das bestehende System verstanden. Es gibt eine natürliche und gesellschaftlich-ökonomische Realität und wenn man in dieser zurecht kommen will, muss man sich an sie anpassen lernen. Dieser Binsenweisheit steht aber die Tatsache gegenüber, dass sowohl was die Natur (Ökologie), die Gesellschaft (soziale Gerechtigkeit) als auch das persönliche Leben (Sinnfindung) betrifft, ungekannte Herausforderungen auf den Menschen warten.

 

 

Geh bis an deiner Sehnsucht Rand
Eine Druckerei wird zu gugler*s Sinnreich

Vortrag Ernst Gugler

Ernst Gugler ist Unternehmer, Visionär und Yogalehrer. Sein Unternehmersein begreift er als eine Chance, Unternehmertum, Nachhaltigkeit und Spiritualität sinnvoll zu vereinen und mit der Kraft der Wirtschaft Träume und Sehnsüchte in Realitäten zu verwandeln. Das Ergebnis ist die grünste Druckerei Österreichs, Kreislaufwirtschaft in allen Facetten, Achtsamkeit in Management und Alltag und schließlich: gugler*s Sinnreich – ein Campus mit Seele.

 

Die Bedeutung des freien Spiels für die Entwicklung des Kindes und des Jugendlichen
Vortrag Bernhard Hanel

Der Sinn einer Sache erschließt sich für kleine Kinder zuallererst über die Sinne: Tasten, Riechen, Hören, Sehen sind die Grundbedingungen, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu (be)greifen. Durch Ausprobieren, durch Versuch und Irrtum lernt das Kind, seine Fähigkeiten einzuschätzen und immer mehr auf diese zu vertrauen. So erfährt es spielerisch, welche Herausforderung es meistern kann und welche (noch) nicht. Gerade durch dieses ständige Ausloten seiner Grenzen eignet sich das Kind den Raum, in dem es sich bewegt, selbst nach und nach an und erfährt in dieser aktiven und spielerischen Auseinandersetzung mit der Welt, dass es seine Umwelt gestalten und verändern kann. Wir nennen dieses Tätigkeit Spiel. Beim Spielen erfährt das Kind sich selbst in der lebendigen Begegnung mit anderen. Freiräume und vor allem Zeit müssen dafür ausreichend vorhanden sein, denn jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und spürt am besten, wann ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung notwendig ist.

„Ursprüngliches Spiel löst keine Konflikte, es macht sie überflüssig.“
Fred. O. Donaldson

 

Bildung 4.0 – How to bring change into the world

Interaktiver Dialog mit Otto Scharmer

Mit seinem Buch „Theorie U“ und dem u.lab hat Otto Scharmer den Grundstein für ein verändertes Verständnis von Führung gelegt: von der Zukunft gezogen, statt von der Vergangenheit getrieben. Dies hat  Auswirkungen auf eine Bildungsesellschaft 4.0. Er hat ein Modell entwickelt, um Wandel zu verstehen und Werkzeuge, um ihn zu gestalten, um den Erfordernissen von Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung im Management und in der Bildung gerecht zu werden.

The Whole School Approach

Impuls von Mugove Walter Nyika

Mugove Walter Nyika erzählt aus der Praxis, wie Schulen in Zambia, Uganda, Simbabwe, Malawi und Kenia mithilfe eines Whole Institution Approachs umgestaltet werden. Dabei wird das gesamte Umfeld und die Umgebung miteinbezogen – SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und lokale Organisationen.

Der Beitrag wird in Englisch mit deutscher Übersetzung sein.

Lernen braucht Raum: Die Alemannenschule Wutöschingen geht neue Wege
Impuls von Valentin Helling

Es gibt viele Wünsche an eine moderne Schule: Integration, Inklusion, Ganztagsschule, Digitalisierung, Individualisierung und Potenzialentfaltung. Als Bausteine, die miteinander das Gerüst der neuen Schule bilden, wird ein Schuh daraus. Ein neues Raumkonzept hilft dabei: Die Alemannenschule in Wutöschingen ist eine Bildungseinrichtung it einem solchen Raumkonzept.

Um der stärkeren Individualisierung zu entsprechen und jedem Kind den bestmöglichen Lernraum zur Verfügung zu stellen, braucht es diverse Räume: Räume für Kommunikation, zum Entspannen oder um sich mit der Welt zu verbinden. Aber auch Räume für Wissensaneignung und Präsentation. Räume zum Rückzug und für Gemeinschaft, für das Wohlfühlen wie für Leistung und Lernen.

In einer freundschaftlichen Kooperation von Schule, Gemeinde, Eltern, Lehrern und Schülern entstand ein Umbau mit offenem Raumkonzept. Lernraum wird zu Lebensraum. Lehrer und Schüler fühlen sich wohl, viel Stress ist aus dem System gewichen. Wie dies gelang, wird Valentin Helling uns berichten.

Schulentwicklung gelingt, wenn sich Pädagogik, Architektur und Ausstattung verbinden!
Vortrag Karin Doberer

Chancengerechte Förderung, Ganztag und kontinuierliche Bildungsreformen erfordern neue Ansätze in den Bereichen Lernkultur, Teamkultur und Raumkultur. Als pädagogische Fachberater wissen wir um die Anstrengungen, Unsicherheiten und Befürchtungen, die mit Schulentwicklung und einer Veränderung bestehender Lernorte verbunden sind.

Es gilt, die gestalterische Idee, die pädagogische Arbeitsweise und den meist sehr engen finanziellen Rahmen auszubalancieren. Durch eine frühzeitige, intensive und planvolle Begleitung aller Projektbeteiligten werden individuelle, passgenaue Gestaltungs- und Optimierungsmöglichkeiten entwickelt.

Zu Beginn eines jeden Veränderungsprozesses müssen Scheu, Bedenken und bürokratische Hürden überwunden werden. Dies erfordert von allen am Bau- und Planungsprozess Beteiligten MUT und Konsequenz in der Umsetzung.

Heimatlos werden als Erziehungsziel
Philosophisches Gespräch mit Amir Freimann und Silke Weiß

„You may find yourself in a beautiful house / With a beautiful wife / And you may ask yourself / How did I get here?“ (Once in a Lifetime, song by Talking Heads)

Für viele ist eines der Hauptziele von Bildung sich ein Nest zu bauen, ein zu Hause in sich und in den Lebensumständen. Was aber ist mit Bildung, die Unabhängigkeit, Mut, Abenteuergeist und Vertrauen fördert? Die Qualitäten, die es braucht, um ein Nest zu verlassen – den gewohnten, bequemen und begrenzten Bereich, an den man sich gewöhnt hat. Wie ist das mit einer Bildung, die Heimatlosigkeit unterstützt – und damit auch die Freiheit, Flexibilität, Nicht-Gebundenheit, Verfügbarkeit und Kreativität, die damit einhergehen?

Das Gespräch wird auf Englisch mit Übersetzung ins Deutsche stattfinden.

… ganzheitliche Workshops

Beziehungsräume
Training der Wahrnehmung als Grundlage für Kompetenz und Selbstwirksamkeit

Workshop mit Prof. Dr. Wilfried Schley

Willkommen im Lernatelier zu Kontakt und Beziehung. Ich führe Sie durch die Beziehungslandschaft hin zu den Grundhaltungen, die das Erleben Ihrer Schüler positiv prägen. Sie lernen die Filme aus Intus hoch drei kennen und erleben sich in der Wahrnehmung und Sensitivität für Situationen und Begegnungen. Die Reise geht weiter zur Stärkung der Intuition. Sie gewinnen ihre Souveränität im spontanen entwickeln von Lösungen. Zur professionellen Kompetenz gehört ein Gespür für Gestik, Mimik, Gefühle. Sie lernen die Bodymarker kennen und trainieren ihre Wahrnehmung.

Bildungsinstitutionen nachhaltig gestalten – Whole Institution Approach
Ganzheitlich, global, gerecht und zukunftsfähig

Workshop mit Sigrid Schell Straub

Wie können wir Globales Lernen (GL) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in unseren Schulen und Einrichtungen der Lehrkäfteaus- und Fortbildung nicht nur durch Lernprozesse in Unterrichtseinheiten befördern, sondern ganzheitlich verankern und tun, was wir lehren?

Lehrerbildung in neuen Formaten

Vom Lehrer* zum Coach
Workshop mit Kathrin Funk und Absolventen der LernKulturZeit-Akademie

Welche inneren und äußeren Strukturveränderungen führen zum Rollen- und Haltungswechsel für Lehrer_innen und  Lernbegleiter_innen? Welche Veränderungen ergeben sich dadurch für die Lernkultur in Schulen und der individualisierten Förderung von Schüler_innen? Im praktischen Teil erforschen wir, welche Qualitäten uns unterstützen neues Verhalten zu etablieren und probieren sie miteinander aus.

 

… selbst aktiv werden

Meditation

Yoga, Meditation, QiGong
Entspannen, den Körper spüren, integrieren. In der Stille entsteht Raum für Reflexion und Vertiefung. Wir sehen diese Inhalte als teil einer ganzheitlichen Lern- und Lebenskultur.
Am Morgen gibt es Angebote in Meditation, Yoga und Qi Gong, zusätzlich steht der Raum der Achtsamkeit an allen Tagen 24h zur Verfügung.

ins Gespräch kommen auf dem Marktplatz

Marktplatz & 17. IP-Building Dialog Forum
Der Marktplatz bietet am Samstagnachmittag die Möglichkeit mit inspirierenden Initiativen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, Geschichten und Tipps aus und für die Praxis zu erhalten.

Mit dabei LernLandSchaft,  Begleiter im Schulentwicklungsprozess auf baulicher und persönlicher Ebene, LernKulturZeit-Akademie, Angebote zur persönlichen und schulischen Potentialentfaltung, WirbauenZukunft, ein Experimentierraum für nachhaltiges wohnen und leben der Zukunft, Akademie für angewandtes gutes Leben, Gemeinschaftsprojekt, und das Projektbüro bei dem eigene Ideen weiterentwickelt werden können.  

Außerdem ist unter dem Motto Building für Bildung das 17. IP-Building Dialog Forum zu Gast beim Symposium. Dieses Format bietet, parallel zum Marktplatz, Austauschmöglichkeiten für Experten aus Forschung und Industrie, Gemeinden, Landesverbänden und Fachverbänden. Damit gemeinsam zukunftsfähige Schulen gestaltet werden können.

Symposium in Aktion

Symposium in Aktion
Aufgetankt mit Input und Inspiration wird nun der Fokus auf eigene Projekte gelegt. Unterstützt durch Workshops und Projektbüros können Visionen entwickelt, Herausforderungen aus anderen Perspektiven betrachtet und konkrete nächste Umsetzungsschritte gegangen werden.

Die Initiativen des Marktplatz helfen mit ihrer Expertise und dem Know-How für das Öffnen kreativer Räume. In Case Clinics, mit Social Presencing Theatre und Design Thinking werfen wir gemeinsam einen Blick auf Dein Projekt.

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Die UNESCO Sustainable Development Goals

Am 25. September 2015 haben Oberhäupter von 193 Staaten sich zu 17 globalen Zielen bekannt, um in den nächsten 15 Jahren drei außergewöhnliche Dinge zu erreichen:

  1. Extreme Armut zu beenden.
  2. Ungleichheit und Ungerechtigkeit zu bekämpfen.
  3. Den Klimawandel zu regulieren.

Damit das funktionieren kann, müssen alle darüber Bescheid wissen. Wenn die Ziele allerorts bekannt sind, werden sie nicht vergessen werden. In Deutschland können sie der Anlass sein, über die Ausrichtung unseres Bildungssystems neu nachzudenken. Weltweit setzen sich Menschen für das Erreichen der Sustainable Development Goals ein.

Alle diese Ziele sind bedeutungsvoll und fordern uns auch in Deutschland heraus. Zwei haben uns besonders inspiriert für dieses Symposium:

Wenn Schule Ganztagsschule wird, dann müssen Räume zum Wohlfühlen darin geschaffen werden. Echte Lebensräume, die Menschsein in allen Facetten unterstützen und Experimentierfelder für Resilienz sind. Beim Symposium werden Karin Doberer, LernLandSchaft und Mugove Walter Nyika, Greenschooling in Zimbabwe und ganz Afrika Impulse zu Gesundheit und Wohlergehen in Schulen geben.

Referenten und Team 2018

  • Prof. Dr. Wilfried Schley
    Lernen in Beziehung neu verstehen
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  • Prof. Marcelo da Veiga
    Bildung im Kontext von Liquid Modernity, VUCA* und Digitalisierung
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  • Ernst Gugler - gugler*
    Geh bis an deiner Sehnsucht Rand - Eine Druckerei wird zu guglers* Sinnreich
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  • Sigrid Schell Straub
    Schule global entwickeln
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  • Silke Weiß
    Symposium Team - Gesamt-Organisation und Kultur
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  • Bernhard Hanel - KUKUK
    Ursprüngliches Spiel löst keine Konflikte, es macht sie überflüssig.
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  • Otto Scharmer
    Education 4.0 – Bringing Change into the world
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  • Mugove Walter Nyika
    Playing with Sustainability
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  • Valentin Helling
    Lernen braucht Raum: Die Alemannenschule Wutöschingen geht neue Wege
    Mehr Anzeigen
  • Karin Doberer
    Schulentwicklung gelingt, wenn sich Pädagogik, Architektur und Ausstattung verbinden!
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  • Amir Freimann
    Heimatlos werden als Erziehungsziel
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  • Martin Bruders
    Symposium Team - Moderation und Meditation
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  • Susanne Brian
    Symposium Team - Körperbewusstsein und Wahrnehmung
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  • Kathrin Funk
    Symposium Team - Kommunikation und Kultur
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  • Carina Schilling
    Symposium Team - Gesamt-Organisation und Koordination
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Das Programm 2018

Um Bildung nachhaltig neu zu gestalten braucht es innere und äußere Strukturen die in den Zeiten des Wandels Halt geben. Das Symposium bringt die verschiedenen Aspekte der Gestaltung zusammen, von Architektur moderner Schulen bis zur Gestaltung von Beziehungsräumen. Das Thema Lernräume und unsere Möglichkeiten diese positiv zu gestalten wird eine zentrale Rolle spielen. Es gibt inspirierende Vorträge und Workshops aus Bildung und Wirtschaft, die uns Wege aufzeigen, wie nachhaltige Gesellschaftsgestaltung funktionieren kann. Raum für Austausch, für die eigene Reflexion und für die (Weiter-) Entwicklung eigener Projekte mit Elementen des Social presencing Theaters machen das Symposium für jeden individuelle und als Netzwerk und Gemeinschaft spannend.

Zur Ganzheitlichkeit der Veranstaltung trägt bestes biologisches Essen aus eigener Produktion vor Ort bei, Angebote für morgendliches Yoga und Qi-Gong, sowie ein Angebot eines Stilleraums mit 24h Meditation.

Mit Inspirationen von Impulsgebern aus dem Bildungsbereich und „out of the box“-Querdenkern, mit „best practice“-Beispielen und ehrlichem Austausch darüber was funktioniert und zukunftsweisend ist. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist das Symposium eine Bildungsveranstaltung wo Form und Inhalt sich ergänzen zu einer wirkungsvollen Einheit, und nicht nur Nachhaltigkeit draufsteht, sondern auch drin ist.

 

15:00 Uhr -- Führung über den Tempelhof

Für alle, die die Zukunftswerkstatt Tempelhof noch nicht kennen, bieten wir eine Führung über das Gelände an. Sie dauert ca. 1,5 h.

17:00 Uhr -- Eröffnung des Symposiums. Grußworte und Überblick

Was sind die zentralen Fragen des Symposiums und wie sind die Abläufe gestaltet, was bringt jede/r mit?  Überblick und Einstimmung auf die vier gemeinsamen Tage

18:00 Uhr -- Keynote Silke Weiß: Innere und äussere Strukturen einer nachhaltigen Lernkultur
18.30 Uhr -- Vortrag Prof. Dr. Wilfried Schley - Lernen in Beziehung neu verstehen

Lernen in Beziehung neu verstehen

Wie gestalten Lehrer*innen Atmosphären? Wie entwickeln sie die Lernlust der Kinder und ihre eigene Freude am pädagogischen Tun?

Entwicklung vollzieht sich in sozialen Räumen. Diese sind geprägt durch Qualitäten der Resonanz und Atmosphäre. Sie bilden die Grundlage für positive Emotionen und konstruktive Lernkontexte. Die professionelle Basis wird durch Vertrauen und Zutrauen gelegt. Gelungene Atmosphären führen zur Aktivierung. Dazu brauchen Lehrer*innen ein Gespür für Bedürfnisse, Anliegen und Motivationen. Nur im Kontakt und der Begegnung mit ihren Schülern gelingen Interaktionen.

Die Komplexität nimmt zu und die Rollen verändern sich. Die Lehrer*innen haben ihre Selbstwirksamkeit zu betrachten und nicht, was die Schüler leisten. Damit stellt sich die Frage nach den zukünftigen Kompetenzen (Future Skills). Kreativität, Phantasie, Begegnung stehen im Vordergrund. Der Vortrag lädt ein, die Rolle der Lehrer*innen neu zu betrachten und zeigt die entscheidenden Kompetenzen auf. Wir nehmen Abschied von inhaltlicher Lenkung und Bewertung und stärken die Impulse der Ermutigung und des Zutrauens. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise.

20:30 Uhr -- Candle Light im Schlosscafé

Ein lockeres Zusammenkommen und Kennenlernen im Ambiente des Schloss Cafés.

7.00 - 7.30 Uhr -- Yoga|Chi Gong

Jeden Morgen bieten wir eine Zeit für Achtsamkeitspraxis an. An diesem Morgen wird Katharina Wyss eine Yogastunde geben.

Der Raum der Stille steht 24 h offen.

7.30 - 8.00 Uhr -- geführte Meditation
Die geführten Meditationen sollen einen sanften Start in den Tag ermöglichen.
Einfühlend, Achtsam, Wach.
Dafür werden wir uns hauptsächlich auf die Harmonisierung von Körper, Gefühlswelt und Gedanken konzentrieren.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
9.45 - 11.00 Uhr -- Impulsvortrag Ernst Gugler - Geh bis an deiner Sehnsucht Rand - Eine Druckerei wird zu gugler*s Sinnreich

Geh bis an deiner Sehnsucht Rand
Eine Druckerei wird zu gugler*s Sinnreich

Ernst Gugler ist Unternehmer, Visionär und Yogalehrer. Sein Unternehmersein begreift er als eine Chance, Unternehmertum, Nachhaltigkeit und Spiritualität sinnvoll zu vereinen und mit der Kraft der Wirtschaft Träume und Sehnsüchte in Realitäten zu verwandeln. Das Ergebnis ist die grünste Druckerei Österreichs, Kreislaufwirtschaft in allen Facetten, Achtsamkeit in Management und Alltag und schließlich: gugler*s Sinnreich – ein Campus mit Seele.

11.00 - 12.00 Uhr -- Impulsvortrag Marcelo da Veiga - Bildung im Kontext von Liquid Modernity, VUCA* und Digitalisierung

Bildung im Kontext von Liquid Modernity, VUCA* und Digitalisierung

Formale Bildung wird unterschwellig immer noch als Anpassung an das bestehende System verstanden. Es gibt eine natürliche und gesellschaftlich-ökonomische Realität und wenn man in dieser zurecht kommen will, muss man sich an sie anpassen lernen. Dieser Binsenweisheit steht aber die Tatsache gegenüber, dass sowohl was die Natur (Ökologie), die Gesellschaft (soziale Gerechtigkeit) als auch das persönliche Leben (Sinnfindung) betrifft, ungekannte Herausforderungen auf den Menschen warten. Anstatt von vermeintlichen Sicherheiten auszugehen, muss man daher vielmehr fragen: Wie muss sich Bildung verändern und welche institutionellen Rahmenbedingungen und welche neuen Fähigkeiten sind erforderlich, um auf ein ungewisse, komplexe und uneindeutige Zukunft zuzugehen?
* Der Begriff VUCA fasst die Herausforderungen zusammen, denen sich Unternehmen in einer zunehmend digitalisierten Welt stellen müssen. (V = Volatil, U = Ungewiss, C = Komplex, A = Mehrdeutig (Ambiguity))

12.15 - 13.00 Uhr -- Impulsvortrag Bernhard Hanel - Die Bedeutung des freien Spiels für die Entwicklung des Kindes und des Jugendlichen

Die Bedeutung des freien Spiels für die Entwicklung des Kindes und des Jugendlichen

Der Sinn einer Sache erschließt sich für kleine Kinder zuallererst über die Sinne: Tasten, Riechen, Hören, Sehen sind die Grundbedingungen, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu (be)greifen. Durch Ausprobieren, durch Versuch und Irrtum lernt das Kind, seine Fähigkeiten einzuschätzen und immer mehr auf diese zu vertrauen. So erfährt es spielerisch, welche Herausforderung es meistern kann und welche (noch) nicht. Gerade durch dieses ständige Ausloten seiner Grenzen eignet sich das Kind den Raum, in dem es sich bewegt, selbst nach und nach an und erfährt in dieser aktiven und spielerischen Auseinandersetzung mit der Welt, dass es seine Umwelt gestalten und verändern kann. Wir nennen dieses Tätigkeit Spiel. Hier können lebendige und phantasievolle Außenräume, mit viel Aufforderungscharakter unterstützen und eine wertvolle Basis legen. Beim Spielen erfährt das Kind sich selbst in der lebendigen Begegnung mit anderen. Freiräume und vor allem Zeit müssen dafür ausreichend vorhanden sein, denn jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und spürt am besten, wann ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung notwendig ist. Auf diesem Weg des Selbständig-Werdens müssen Erwachsene Kinder begleiten und unterstützen, ihnen gleichzeitig etwas zutrauen und in ihrer Art wertschätzen und sie schließlich auch herausfordern.

„Ursprüngliches Spiel löst keine Konflikte, es macht sie überflüssig.“
Fred. O. Donaldson

15.00 – 18.30 Uhr -- Workshops Teil 1: *Beziehungsräume

Beziehungsräume
Training der Wahrnehmung als Grundlage für Kompetenz und Selbstwirksamkeit

Workshop mit Prof. Dr. Wilfried Schley

Willkommen im Lernatelier zu Kontakt und Beziehung. Ich führe Sie durch die Beziehungslandschaft hin zu den Grundhaltungen, die das Erleben Ihrer Schüler positiv prägen. Sie lernen die Filme aus Intus hoch drei kennen und erleben sich in der Wahrnehmung und Sensitivität für Situationen und Begegnungen. Die Reise geht weiter zur Stärkung der Intuition. Sie gewinnen ihre Souveränität im spontanen entwickeln von Lösungen. Zur professionellen Kompetenz gehört ein Gespür für Gestik, Mimik, Gefühle. Sie lernen die Bodymarker kennen und trainieren ihre Wahrnehmung.

Weiter geht es mit gelingenden Beziehungen in Elternhäusern und zwischen Schule und Eltern. Hier bieten unsere staged Videos exemplarische Szenen, an denen sich Ihre Bewusstheit entfalten wird. Sie werden schneller in der Wahrnehmung und kommen in eine Beziehungssprache. Durch den Workshop werden Sie wie im Improvisationstheater eingeladen, spontan Situationen zu meistern und Rollen zu wechseln. Ihr Handeln wird variationsreicher. Ihre Selbstwirksamkeit entfaltet sich.

15.00 - 18.30 Uhr -- Workshops Teil 2: * Vom Lehrer* zum Coach

Vom Lehrer* zum Coach
Workshop mit Kathrin Funk und Absolventen der LernKulturZeit-Akademie

Welche inneren und äußeren Strukturveränderungen führen zum Rollen- und Haltungswechsel für Lehrer_innen und Lernbegleiter_innen? Welche Veränderungen ergeben sich dadurch für die Lernkultur in Schulen und der individualisierten Förderung von Schüler_innen? Im praktischen Teil erforschen wir, welche Qualitäten uns unterstützen neues Verhalten zu etablieren und probieren sie miteinander aus.

15.00 - 18.30 Uhr -- Workshops Teil 3: * Bildungsinstitutionen nachhaltig gestalten

Whole Institution Approach – Ganzheitlich, global, gerecht und zukunftsfähig

Workshop mit Sigrid Schell-Straub

Wie können wir Globales Lernen (GL) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in unseren Schulen und Einrichtungen der Lehrkräfteaus- und Fortbildung nicht nur durch Lernprozesse in Unterrichtseinheiten befördern, sondern ganzheitlich verankern und tun, was wir lehren?

Anhand eines Toolkits „Schule global entwickeln“ gewinnen die Teilnehmenden einen Einblick, welche Ideen und Erfahrungen Schulen und Seminare in Kooperation mit dem EPiZ (Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen) dazu bisher gesammelt haben.

Die Teilnehmenden bringen ihre Erfahrungen dazu ein, tauschen sich aus und entwickeln Ideen zur ganzheitlichen Verankerung von GL und BNE in ihren Schulen und Einrichtungen.

20 Uhr -- interaktiver Dialog mit Otto Scharmer - Education 4.0 Bringing Change into the World mit

Mit seinem Buch „Theorie U“ und dem u.lab hat Otto Scharmer den Grundstein für ein verändertes Verständnis von Führung gelegt: von der Zukunft gezogen, statt von der Vergangenheit getrieben. Dies hat  Auswirkungen auf eine Bildungsesellschaft 4.0. Er hat ein Modell entwickelt, um Wandel zu verstehen und Werkzeuge, um ihn zu gestalten, um den Erfordernissen von Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung im Management und in der Bildung gerecht zu werden.

7.00 - 7.30 Uhr -- Yoga |Chi Gong

Jeden Morgen bieten wir eine Zeit für Achtsamkeitspraxis an. Entspannen, den Körper spüren, integrieren. In der Stille entsteht Raum für Reflexion und Vertiefung.

Der Raum der Achtsamkeit steht an allen Tagen 24 h offen.

7.30 - 8.00 Uhr -- geführte Meditation
Die geführten Meditationen sollen einen sanften Start in den Tag ermöglichen.
Einfühlend, Achtsam, Wach.
Dafür werden wir uns hauptsächlich auf die Harmonisierung von Körper, Gefühlswelt und Gedanken konzentrieren.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
9.30 – 10.15 Uhr -- Mugove Walter Nyika - Greening Schools

The Whole School Approach
Impuls von Mugove Walter Nyika

Mugove Walter Nyika erzählt aus der Praxis, wie Schulen in Zambia, Uganda, Simbabwe, Malawi und Kenia mithilfe eines Whole Institution Approachs umgestaltet werden. Dabei wird das gesamte Umfeld und die Umgebung miteinbezogen – SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und lokale Organisationen.

Der Beitrag wird in Englisch mit deutscher Übersetzung sein.

 

10.45 – 11.30 Uhr -- Valentin Helling - Lernen braucht Raum: Die Alemannenschule Wutöschingen geht neue Wege

Lernen braucht Raum: Die Alemannenschule Wutöschingen geht neue Wege
Impuls von Valentin Helling

Es gibt viele Wünsche an eine moderne Schule: Integration, Inklusion, Ganztagsschule, Digitalisierung, Individualisierung und Potenzialentfaltung. Als Bausteine, die miteinander das Gerüst der neuen Schule bilden, wird ein Schuh daraus. Ein neues Raumkonzept hilft dabei: Die Alemannenschule in Wutöschingen ist eine Bildungseinrichtung it einem solchen Raumkonzept.

Um der stärkeren Individualisierung zu entsprechen und jedem Kind den bestmöglichen Lernraum zur Verfügung zu stellen, braucht es diverse Räume: Räume für Kommunikation, zum Entspannen oder um sich mit der Welt zu verbinden. Aber auch Räume für Wissensaneignung und Präsentation. Räume zum Rückzug und für Gemeinschaft, für das Wohlfühlen wie für Leistung und Lernen.

In einer freundschaftlichen Kooperation von Schule, Gemeinde, Eltern, Lehrern und Schülern entstand ein Umbau mit offenem Raumkonzept. Lernraum wird zu Lebensraum. Lehrer und Schüler fühlen sich wohl, viel Stress ist aus dem System gewichen. Wie dies gelang, wird Valentin Helling uns berichten.

 

11.30 – 12.15 Uhr -- Karin Doberer - Schulentwicklung gelingt, wenn sich Pädagogik, Architektur und Ausstattung verbinden!

Schulentwicklung gelingt, wenn sich Pädagogik, Architektur und Ausstattung verbinden!
Vortrag Karin Doberer

Chancengerechte Förderung, Ganztag und kontinuierliche Bildungsreformen erfordern neue Ansätze in den Bereichen Lernkultur, Teamkultur und Raumkultur. Als pädagogische Fachberater wissen wir um die Anstrengungen, Unsicherheiten und Befürchtungen, die mit Schulentwicklung und einer Veränderung bestehender Lernorte verbunden sind.

Es gilt, die gestalterische Idee, die pädagogische Arbeitsweise und den meist sehr engen finanziellen Rahmen auszubalancieren. Durch eine frühzeitige, intensive und planvolle Begleitung aller Projektbeteiligten werden individuelle, passgenaue Gestaltungs- und Optimierungsmöglichkeiten entwickelt.

Zu Beginn eines jeden Veränderungsprozesses müssen Scheu, Bedenken und bürokratische Hürden überwunden werden. Dies erfordert von allen am Bau- und Planungsprozess Beteiligten MUT und Konsequenz in der Umsetzung.

14.30 - 18.30 Uhr -- Marktplatz & 17. IP-Building Dialog Forum

Der Marktplatz bietet am Samstagnachmittag die Möglichkeit mit inspirierenden Initiativen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen, Geschichten und Tipps aus und für die Praxis zu erhalten.

Mit dabei LernLandSchaft,  Begleiter im Schulentwicklungsprozess auf baulicher und persönlicher Ebene, LernKulturZeit-Akademie, Angebote zur persönlichen und schulischen Potentialentfaltung, WirbauenZukunft, ein Experimentierraum für nachhaltiges wohnen und leben der Zukunft, Akademie für angewandtes gutes Leben, Gemeinschaftsprojekt, und das Projektbüro bei dem eigene Ideen weiterentwickelt werden können.

Außerdem ist unter dem Motto Building für Bildung das 17. IP-Building Dialog Forum zu Gast beim Symposium. Dieses Format bietet, parallel zum Marktplatz, Austauschmöglichkeiten für Experten aus Forschung und Industrie, Gemeinden, Landesverbänden und Fachverbänden. Damit gemeinsam zukunftsfähige Schulen gestaltet werden können.

17.00 - 18.30 Uhr -- Symposium in Action: Projektentwicklung

Aufgetankt mit Input und Inspiration wird nun der Fokus auf eigene Projekte gelegt. Unterstützt durch Workshops und Projektbüros können Visionen entwickelt, Herausforderungen aus anderen Perspektiven betrachtet und konkrete nächste Umsetzungsschritte gegangen werden.

Die Initiativen auf dem Marktplatz helfen mit ihrer Expertise und dem Know-How für das Öffnen kreativer Räume. In Case Clinics, mit Social Presencing Theatre und Design Thinking werfen wir gemeinsam einen Blick auf Dein Projekt.

20:00 Uhr -- Playing with Sustainability mit Mugove Walter Nyika

Diesen Abend werden wir mit dem neuen GEN (Global Ecovillage Network) Kartenset zu den Dimensionen nachhaltiger Gemeinschaften verbringen. Mugove Walter Nyika nutzt es bereits erfolgreich zur Gestaltung von Schulen. Gemeinsam finden wir heraus, wie wir die Spielkarten in der Schule und der Schulentwicklung anwenden können.

Die Session wird auf Englisch mit Übersetzung ins Deutsche stattfinden.

22:00 Uhr -- Musik und Tanz
7.00 - 7.30 Uhr -- Yoga|Chi Gong

Jeden Morgen bieten wir eine Zeit für Achtsamkeitspraxis an. Entspannen, den Körper spüren, integrieren. In der Stille entsteht Raum für Reflexion und Vertiefung. An diesem Morgen wird Katharina Wyss eine Yogastunde geben.

Der Raum der Achtsamkeit steht an allen Tagen 24 h offen.

7.30 - 8.00 Uhr -- geführte Meditation
Die geführten Meditationen sollen einen sanften Start in den Tag ermöglichen.
Einfühlend, Achtsam, Wach.
Dafür werden wir uns hauptsächlich auf die Harmonisierung von Körper, Gefühlswelt und Gedanken konzentrieren.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
10.00 - 11.00 Uhr -- Dialog mit Amir Freimann und Silke Weiß - Heimatlos werden als Erziehungsziel

Heimatlos werden als Erziehungsziel

„You may find yourself in a beautiful house / With a beautiful wife / And you may ask yourself / How did I get here?“ (Once in a Lifetime, song by Talking Heads)

Für viele ist eines der Hauptziele von Bildung sich ein Nest zu bauen, ein zu Hause in sich und in den Lebensumständen. Was aber ist mit Bildung, die Unabhängigkeit, Mut, Abenteuergeist und Vertrauen fördert? Die Qualitäten, die es braucht, um ein Nest zu verlassen – den gewohnten, bequemen und begrenzten Bereich, an den man sich gewöhnt hat. Wie ist das mit einer Bildung, die Heimatlosigkeit/ohne ein zu Hause sein unterstützt – und damit auch die Freiheit, Flexibilität, Nicht-Gebundenheit, Verfügbarkeit und Kreativität, die damit einhergehen?

11.00 - 12.00 Uhr -- OpenStage für Projektpräsentationen
12.00 - 13.00 Uhr -- Abschluss der Veranstaltung

Kosten

regulär…… 290 €
ermäßigt…… 240 €
Sponsorenpreis…… 390 €
ermäßigt TN unter 25J…… 120 €
Teampreis ab 3 TN ein Preis…… 600 € +Ü/V
Kinderbetreuung…… 40 €

 

Begleitung und Organisation:
Silke Weiß, Agnes Schuster, Susanne Brian, Martin Bruders, Amir Freimann, Kathrin Funk, Carina Schilling

Anmeldung

Nachhaltigkeit

Wenn wir hier über Nachhaltigkeit sprechen, meinen wir mehr als Umweltschutz oder Biologische Landwirtschaft und erneuerbare Energien.

Nachhaltigkeit hat mindestens vier Ebenen: sozial, ökologisch, kulturell und ökonomisch

Bildung für nachhaltige Entwicklung bezieht sich nicht nur auf den ökologischen Aspekt, den viele damit verbinden. Nachhaltigkeit bezieht sich auch auf soziale und ökonomische Themen. Zu all diesen Themen tragen Experten Wissen zu den aktuellen Entwicklungen bei, so dass ein umfassendes Bild von den Herausforderungen entsteht.

Der Ort

Die Zukunftswerkstatt Schloss Tempelhof

Auf dem Symposium selbst erleben wir was es heißt, wenn sich Menschen entschließen, ein nachhaltiges Leben zu führen. Das Gemüse in Schloss Tempelhof wird in Biologischem Anbau produziert, ermöglicht durch eine sog. „Soziale Landwirtschaft“.

Die Einkommen sind weitgehend bedarfsorientiert. Es wird großen Wert gelegt auf gelingende Beziehungen gelegt und viele Begegnungsräume tragen dazu bei, dass eine stabile Gemeinschaft entsteht, die partizpativ und ko-kreativ die Herausforderungen des Alltags meistert. Eine freie Werkrealschule, die das Dorf als Lernort integriert, zieht Menschen aus der Umgebung und aus weiten Teilen Deutschlands an.

In Kooperation mit

Medienpartner

Veranstalter

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